Neuigkeiten Januar – Dezember 2011
Teil 1
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Veranstaltungen/ Besuche
Dieses Jahr hat wieder viele Besucher aus aller Welt zu uns gebracht. Die meisten sind natur- und/oder vogelbegeistert, andere möchten einen Erfahrungsaustausch in Richtung nachhaltiges Management von natürlichen Ressourcen machen, wiederum andere suchen ganz konkrete Hilfestellungen im Bereich Aufforstungen, Naturschutz, Familiennutzgarten ohne Chemie, Heilpflanzen, Holzverarbeitung, usw. Ich habe mich mal daran gemacht und sie den Ländern nach zugeordnet:
Herkunftsland |
Anzahl Besucher Jahr 2011 |
USA |
114 |
Ecuador |
71 |
Deutschland |
54 |
Groβbritannien |
27 |
Schweiz |
21 |
China |
15 |
Kanada |
14 |
Belgien |
12 |
Australien |
11 |
Frankreich |
9 |
Schweden |
7 |
Niederlande |
5 |
Irland |
5 |
Österreich |
5 |
Kolumbien |
4 |
Italien |
4 |
Polen |
3 |
Spanien |
3 |
Argentinien |
3 |
Tschechische Republik |
3 |
Dänemark |
3 |
Malta |
2 |
Israel |
2 |
Neuseeland |
2 |
Indien |
1 |
Litauen |
1 |
Dominikanische Republik |
1 |
Norwegen |
1 |
Insgesamt hatten wir seit der Eröffnung unseres privaten Nebelwaldreservats Besucher aus mittlerweile 55 verschiedenen Ländern. Nicht nur für die Tagesgäste, sondern auch für uns sind die Gespräche eine willkommene Bereicherung.
Ein besonderer Gast kam am 3. Februar zu einem Nachmittagskaffee: Ullrich Meβmer, Mitglied des Deutschen Bundestags. Allerdings nicht in offizieller Eigenschaft, sondern als Vater unser Teilzeitpraktikantin Sarah Meβmer. Nichtsdestotrotz haben wir über die allgemeine politische Lage in Ecuador gesprochen, insbesondere, was die Menschenrechte angeht, aber auch Naturschutzfragen erörtert.
Am 6. März haben wir das Ökozentrum für das Zwischenseminar der „Weltwärts/EIL“- Gruppe vermietet und am 8. April war wieder die Saint Patrick Schule aus Quito zu Gast.
Ende Mai hat Pedro für eine 12-köpfige Studentengruppe aus Quebéc, Kanada, ein mehrtägiges Praktikum geleitet. Die jungen Leute halfen auch tatkräftig bei Aufräumarbeiten als Folge des Sturmschadens mit und legten einen neuen Weg, den „Sendero del Guayacán“, an.
Am 24. Juli kam der in Ecuador sehr bekannte und beliebte Tourismusminister Freddy Ehlers nach Mindo. Bei seinem Besuch ging es darum, den im Dorf praktizierten Tourismus kritisch zu bewerten. Dazu wurde auch eine Reportage für’s Fernsehen gedreht. Einer der Hauptprotagonisten dabei war Pedro. Im Anschluss an den Mindobesuch verbrachte der Minister noch einige Zeit bei uns in Mindo Lindo.
Eine Woche später verbrachte der Geschäftsführer der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (kek), Dirk Vogeley, mit seiner Familie ein paar Tage bei uns. Pedro hatte ihn im Jahr zuvor zufällig kennengelernt und nun ergriffen wir die Gelegenheit, während des Besuches eine Projektskizze für ein CO2-Fixierungsprojekt in Form einer Aufforstung zu entwerfen.
Für mich persönlich der „wichtigste“ Besuch dieses Jahres war der meiner Mutter, Onkel und Tante. Klar, dass dann auch ein paar Reisen (Küste, Hochland, Amazonien) auf dem Programm standen!
Ende August bescherte uns für eine Woche einen Vollzeitpraktikanten: Alex Fedlmeier arbeitete mit Pedro in Garten, Wald, Schreinerei und in der wichtigen Produktion von neuen Podocarpus-Sämlingen. Edith und Manuela denken gerne an Alex zurück, insbesondere an die Quizspiele mit ihm! Danke, Alex, für all deine Hilfe!
Ebenfalls im August und September übernahm Pedro wieder die Einarbeitung für die neue Gruppe der Praktikanten vom Weltwärts-Programm. Das integrale Projekt der Familiengärten in San Sebastian de Pachijal haben wir mittlerweile völlig in die Hände der Praktikanten übergehen und es läuft ganz gut.
Mitte September besuchte uns eine Klasse der Höheren Schule aus La Union, Provinz Esmeraldas. Wie immer machten wir einen Lehrrundgang durch den Wald und im Garten. Das Ökozentrum diente wiederum als Basis für den theoretischen Teil.
Am 20. Oktober nahm ich an einer von GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) und ekuadorianischem Umweltministerium geleiteten Veranstaltung zum Thema „Öko-Zertifizierungsprojekte“ in Quito teil. Insbesondere im Hinblick auf unser gemeinsam geplantes Projekt mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur war diese Veranstaltung hochinteressant.
Von April an bis Ende des Jahres nahm Pedro an vielen Arbeitsveranstaltungen in Mindo und Quito zum Thema „Territoriale Entwicklungsplanung und Aktualisierung des Managementplans des Naturschutzgebietes Mindo-Nambillo“ teil. Dabei initiierte und begleitete er auch Inspektionen, die unerlaubte und schädliche Eingriffe in die Umwelt aufdeckten.
Der Sturm und danach
Wir hatten Euch im April von dem Wirbelsturm berichtet, der in unserem Gebiet groβe Verwüstungen angerichtet hat. Die Aufräumarbeiten haben uns dieses Jahr sehr viel Zeit und Knochenarbeit abverlangt; Zeit, die uns für andere Projekte dann fehlte. Die Schäden in unserem aufgeforstetem Wald und im Naturwald waren enorm. Das Wegenetz wurde zum gröβten Teil völlig zerstört, unsere Zufahrt zur Hauptstraβe war tagelang gesperrt und viele Bäume haben den Sturm nicht überlebt. Mittlerweile sieht es wieder freundlicher aus. In den Lücken hat sich Pioniervegetation breitgemacht, häufig unterstützt von von uns gepflanzten Bäumchen. Die Wald- und Zufahrtswege sind wieder frei (im Wald mussten zum Teil neue Umleitungswege angelegt werden) und die umgestürzten Bäume aus dem aufgeforsteten Wald sind zersägt, getrocknet und zugeschnitten worden. Im Naturwald haben wir sie liegenlassen. Sehr zum Nutzen von vielen Tieren.